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Von Dalmatinern, Pferden und Postkutschen

Der Dalmatiner

Der Dalmatiner ist eine alte Rasse. Der Dalmatiner trug verschiedene Namen, die alle in irgendeiner Form landschaftsbezogen waren. Daran kann man den Weg der Rasse vermutlich von Indien über Ägypten - Griechenland - Italien - Spanien und Frankreich nach England verfolgen. Nachweislich waren sie schon in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Mittel- und Südeuropa bekannt, wie man an Hand von Gemälden aus dieser Zeit nachweisen kann. Ein frühes Bild, um 1650 entstanden, zeigt eine Gruppe von Teilnehmern des Friedens-kongresses zu Münster, mit einem Dalmatiner im Vordergrund. Man kann sich auch neben manch anderem italienischen Meistern bei dem Jagdmaler Castiglione (gest. 1716 in Genua) bedanken, daß er einen Jägerknaben mit zwei schwarzgefleckten Hunden malte, bei denen jeder Kynologe überzeugt ist, daß er in ihnen Vorfahren reinsten Blutes des heutigen Dalmatiners sieht.

Woher kommt der Rassenname 'Dalmatiner'?

Viele Dalmatiner-Kenner und -Fachleute haben sich bereits darüber den Kopf zerbrochen. Einen Nachweis für diesen Rassenamen gibt es nicht. Nach Ludwig Beckmann, der 1895 die »Geschichte und Beschreibung der Rassen des Hundes« schrieb, ist der Name "Dalmatiner" von den Engländern übernommen worden. Die englische Benennung "Dalmatian" soll nach einem von Engländern in Dalmatien aufgefundenen Hautrelief eines pantherartigen gefleckten Hundes entstanden sein'. Aber gesichert ist auch dies nicht.

Der Dalmatiner und die englischen Pubs

Besonderer Beliebtheit erfreute er sich in England, wo sein Bild auch auf Wappenschildern Verwendung fand: auf Helmbusch oder Schild, sitzend, stehend oder als Kopfbild, weiß mit schwarzen Flecken oder schwarz mit weißen Flecken. Man bringt den Dalmatiner in Verbindung mit dem Namen »Talbot«. Die englische Dalmatinerzücheterin Miss Macfie berichtet über drei »Talbot«-Inns in verschiedenen Teile Englands, Gasthäuser, die einen Dalmatiner auf ihrem Schild an der Außenfront zeigen.

Vom Jagdhund zum Kutschenbegleithund

In England war es auch, wo man den Dalmatiner zuerst zum Wagenhund machte. In unsicheren Zeiten pflegten die Reichen ihren Kutschen livrierte Diener voranzuschicken, die vor den Pferden herliefen, um durch Zurufe Platz zu schaffen und vor etwaiger Gefahr zu warnen. Im Laufe der Zeit wurden die Diener durch Hunde ersetzt, und man wählte Dalmatiner, die sich durch Lauffreudigkeit und Ausdauer auszeichneten, gute Wächter für Pferd und Wagen waren und durch ihr schmuckes Haarkleid den prächtigen Rahmen für die Equipagen abgaben. Zunächst liefen die Dalmatiner den Pferden voraus. Später wurden sie trainiert, zwischen den Hinterrädern zu laufen oder unter dem Wagen gleich hinter den Pferden.

Der Dalmatiner und die Pferde

Da die Dalmatiner häufig im Pferdestall zur Welt kamen und von klein auf mit Pferden vertraut waren, bildeten sich oft Freundschaften zwischen Pferd und Dalmatiner. So hat Herr Thomas Walker in Manchester einen Dalmatiner, der im Stall bei seinen beiden Pferden lebte. Einem von diesen Pferden war der Hunde besonders zugetan und schlief mit ihm in der Box. Eines Tages ritt der Diener, der für die Tiere sorgte, im Auftrag seines Herrn nach dem sieben Meilen entfernten Stockport. Er nahm das Lieblingspferd des Hundes und ließ den Hund mit dem anderen Pferd im Stall zurück, denn er war besorgt, der seinem Herrn sehr wertvolle Hund könne unterwegs verloren gehen. Als nach einer Stunde jemand zufällig den Stall betrat, ergriff der Hund die Gelegenheit zu entweichen und machte sich auf die Suche nach seinem Lieblingspferd. Der Diener hatte inzwischen seinen Auftrag in Stockport erledigt und wollte gerade den Heimweg antreten, als er zu seiner Überraschung den Hund erblickte, der hoher Geschwindigkeit vom nahen Hügel in die Stadt gelaufen kam. Der Hund freute sich sehr, als er »sein« Pferd und den Diener gefunden hatte, deren Spur er so lange gefolgt war. Die Freundschaft zwischen Pferd und Hund war aber nicht einseitig: Als eines Tages der Diener mit den Pferden zur Tränke ging, und der Dalmatiner sie wie gewöhnlich begleitete, wurde der Hund von einem großen Mastiff angegriffen und geriet in Bedrängnis. Das Lieblingspferd, das vom Diener am Halfter geführt wurde, riß sich los und lief zurück zu den kämpfenden Hunden. Mit einem Schlag seines Hinterhufs traf es den Mastiff, so daß er genau in den Keller eines gegenüberliegenden Küferhauses flog. Nachdem es so seinen Freund gerettet hatte, kehrte es ruhig mit ihm zur Tränke zurück.

Das Ende der Postkutschenzeit

Das Ende der Postkutschenzeit bedeutete auch fast das Ende für die Dalmatiner. Sie waren auf einmal nicht mehr gefragt und die Zucht ging stark zurück. Erst in neuerer Zeit erlebten sie als Haushunde und Wächter wieder einen Aufschwung und einen Höhepunkt der zahlenmäßigen Verbreitung in den siebziger Jahren. Geblieben ist ihre Liebe zu Pferden. So mancher Pferdefreund hält sich heute einen Dalmatiner als treuen Begleiter.

Copyright: von Taniluba, Verfasser: Günther Harre
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